Der überarbeitete Sprachassistent Alexa+ von Amazon, der auf generativer KI basiert, ist für viele Benutzer leistungsschwach, obwohl das Unternehmen behauptet, dass das Erlebnis intuitiver und leistungsfähiger sei. Frühanwender berichten von unzuverlässiger Leistung, frustrierenden Ungenauigkeiten und einer überraschenden Unfähigkeit, selbst einfache Anfragen effektiv zu bearbeiten. Das neue System, das Amazon Prime-Abonnenten seit Anfang 2025 zur Verfügung steht, ist darauf ausgelegt, natürliche Sprache zu verstehen und Aufgaben zu automatisieren, greift jedoch in der Praxis häufig zu kurz.
Das Versprechen vs. die Realität der generativen KI
Amazon hat Alexa+ mit dem Ziel eingeführt, die Spracherkennung zu verbessern und Interaktionen gesprächiger zu gestalten. Ziel war es, über starre Befehle hinaus zu einem flüssigeren, natürlicheren Austausch zu gelangen. Stattdessen kämpfen viele Benutzer mit einem System, das Anfragen falsch interpretiert, falsche Inhalte abspielt oder Aufgaben überhaupt nicht erledigt.
Das Problem ist nicht nur eine Frage von Störungen; Es liegt daran, dass Alexa+ mit grundlegenden Funktionen zu kämpfen hat, die ältere Sprachassistenten zuverlässig beherrschten. Einfache Musikanfragen führen oft dazu, dass der falsche Interpret ausgewählt wird, was zu einem frustrierenden Ratespiel für Benutzer führt. Versuche, Videos auf YouTube oder Streaming-Diensten abzuspielen, sind ebenfalls unzuverlässig und führen manchmal zu irrelevanten Suchergebnissen oder völligen Fehlschlägen.
Der Kampf um die Automatisierung selbst einfacher Aufgaben
Ein Benutzer berichtete, dass die Aufforderung an Alexa+, ein bestimmtes Lied von Lucy Dacus abzuspielen, eine zu präzise Formulierung erforderte („Spielen Sie das Lied „Best Guess“ der Künstlerin Lucy Dacus auf YouTube), um das richtige Ergebnis zu erhalten. Beiläufigere Anfragen wie „Spiel ein Lied von Lucy Dacus“ lösten stattdessen häufig eine YouTube-Suche aus. Selbst komplexere Aufgaben, wie das Abspielen eines Teasers für RuPaul’s Drag Race oder das Starten einer Show auf HBO Max, erwiesen sich als unzuverlässig. Die KI behauptete häufig, Inhalte abzuspielen, obwohl tatsächlich nichts lief, oder leitete Benutzer stattdessen auf irrelevante Einstellungsseiten weiter.
Amazon fällt hinter die Konkurrenz zurück
Die Situation ist besonders besorgniserregend, da andere Technologieunternehmen erhebliche Fortschritte bei der KI-gestützten Automatisierung gemacht haben. Google, Anthropic und OpenAI haben alle Software veröffentlicht, die eine bessere Fähigkeit demonstriert, Apps und Websites im Namen der Benutzer zu navigieren. Amazon scheint hinterherzuhinken, sodass viele Alexa+-Benutzer sich wünschen, sie könnten den integrierten Assistenten durch eine zuverlässigere Alternative ersetzen.
Die aktuelle Erfahrung ist so frustrierend, dass einige Benutzer darüber nachdenken, ihre Echo Show-Geräte ganz zu entfernen. Solange Amazon diese grundlegenden Probleme nicht angeht, besteht die Gefahr, dass Alexa+ zum Symbol gebrochener Versprechen im KI-Bereich wird.
Die Kernaussage ist klar: Alexa+ ist noch nicht bereit für die Hauptsendezeit. Der KI-Assistent kann sein Potenzial nicht ausschöpfen, was den Benutzern ein frustrierendes und unzuverlässiges Erlebnis beschert.




























