Der US-Immobilienmarkt befindet sich im Wandel, und mehrere Städte an der Ostküste stehen in den nächsten 12 Monaten vor Preiskorrekturen. Während nationale Prognosen für 2026 eine bescheidene Wertsteigerung vorhersagen – laut Realtor.com rund 2 %, verzeichnen bestimmte Regionen erhöhte Lagerbestände und eine schwächere Nachfrage, was auf einen möglichen Rückgang der jüngsten Gewinne hindeutet. Dabei handelt es sich nicht um einen Absturz, sondern vielmehr um eine Neuausrichtung nach dem rasanten Wachstum während der Pandemie.
Warum Städte an der Ostküste anfällig sind
Die Ostküste ist aufgrund mehrerer zusammenwirkender Faktoren besonders anfällig. Steigende Lagerbestände sind ein Hauptgrund dafür, wobei die Zahl der bestehenden Immobilienangebote im Jahr 2026 voraussichtlich um etwa 9 % steigen wird. In einigen Gebieten übersteigt die Zahl der zum Verkauf stehenden Häuser bereits das Niveau vor der Pandemie. Darüber hinaus kommt es bei einem erheblichen Prozentsatz der Angebote – laut Redfin etwa 20 % – zu Preissenkungen, was darauf hindeutet, dass sich die Verkäufer an die nachlassende Käuferaktivität anpassen.
Die Korrektur findet statt, weil das schnelle Wachstum der letzten Jahre nicht nachhaltig war. In vielen Märkten stiegen die Werte zwischen 2020 und 2022 sprunghaft an, so dass sie im Vergleich zu lokalen Einkommen und Erschwinglichkeit überbewertet waren. Wenn die Nachfrage abkühlt, müssen sich die Preise anpassen, um realistische Käufererwartungen zu erfüllen.
Fünf Städte stehen vor potenziellen Preisrückgängen
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Cape Coral-Fort Myers, Florida: In diesem Gebiet wird mit einem Rückgang von 10,2 % laut Barron’s der stärkste Rückgang erwartet. Der Markt boomte während der Pandemie, ist nun aber mit einem steigenden Angebot und einer sinkenden Nachfrage konfrontiert. Zillow-Daten zeigen bereits einen Rückgang der Medianwerte in Florida insgesamt um 5,3 % für das Jahr 2025.
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Sarasota, Florida: Sarasota wird voraussichtlich im Jahr 2026 den größten landesweiten Rückgang verzeichnen. Wie Cape Coral profitierte es von der Migration während der Pandemie, muss sich aber nun mit steigenden Angeboten und langsameren Verkäufen auseinandersetzen. Die schnelle Expansion des Marktes macht ihn besonders anfällig für eine Korrektur.
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Raleigh, North Carolina: Der Bestand in Raleigh übertrifft die Käufernachfrage, nachdem die Immobilienwerte zwischen 2020 und 2022 um 40 % gestiegen sind. Auch wenn der Rückgang nicht so drastisch ausfallen wird wie in Florida, hat sich das Wachstum im Jahresvergleich verlangsamt und die Angebote nehmen zu.
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Daytona Beach, Florida: Bezahlbarkeitsprobleme und eine nachlassende Nachfrage machen Daytona Beach anfälliger für eine Preiskorrektur. Die Immobilienwerte sind zwischen 2020 und 2022 um etwa 50 % gestiegen, aber die Zahl der aktiven Angebote nimmt zu, was auf eine mögliche hyperlokale Preisanpassung hindeutet.
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Charleston, South Carolina: Die Immobilienwerte in Charleston stiegen von 2020 bis 2022 um rund 45 % und übertrafen damit die historische Wachstumsrate. Diese schnelle Aufwertung verschafft den Käufern mehr Einfluss, wenn sich der Markt abkühlt, was möglicherweise zu niedrigeren Preisen führt.
Der allgemeinere Trend ist klar: Märkte, die während der Pandemie das stärkste Wachstum verzeichneten, sind jetzt mit dem größten Risiko einer Korrektur konfrontiert. Diese Neuausrichtung ist ein natürlicher Teil des Immobilienzyklus, aber potenzielle Käufer und Verkäufer in diesen Bereichen sollten auf eine Verschiebung der Marktdynamik vorbereitet sein.





























